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Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Dr. med. Dr. med. dent. Axel Heidemeyer

Kollegienwall 3-4 · 49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 75 00 90

Dres. Heigl

Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Dr. med. Dr. med. dent. Axel Heidemeyer

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Knochenaufbauende Maßnahmen

Für das Setzen eines Implantates muss ausreichend Knochensubstanz vorhanden sein. Zahnlosigkeit, fehlende Zähne, schlecht sitzender Zahnersatz oder entzündliche Zahnfleischerkrankungen fördern den Abbau der knöchernen Strukturen. Auch Patienten, die nach langer Zahnlosigkeit ein vermindertes Knochenangebot aufweisen, kann geholfen werden. Das individuelle Knochenangebot stellen wir durch Röntgendiagnostik oder bei kritischen Situationen mit Hilfe strahlungsarmer, dreidimensionaler, digitaler Diagnostik exakt dar. Je nach Ausmaß des Knochendefizits stehen verschiedene knochenaufbauende Maßnahmen zur Verfügung:

Knochenersatzmaterialien:

Ein kleineres Knochendefizit kann mit Knochenersatzmaterialien ausgeglichen werden. Direkt bei der Implantation wird ein Defekt mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Oft werden Knochenspäne beigemischt.

Eigenknochen:

Bei großem Knochendefizit und zu schmalen, flachen Kieferkämmen oder atrophierten Kieferbereichen erfolgt der Knochenaufbau durch Entnahme von körpereigenem Gewebe aus dem Kieferbereich. Der gewonnene Knochen wird mit speziellen Schrauben fixiert und muss in der Regel mehrere Monate einheilen.

Bone Split -/ Bone Spreading:

Bone-Spreading (Knochen aufspreizen) und Bone-Splitting (Knochen teilen) sind Alternativen zu klassischen Knochenaufbaumaßnahmen. Bei diesen Techniken wird ein zu schmaler Kieferkamm (Alveolarfortsatz) exakt verbreitert, um ein besseres Implantatlager zu schaffen. Beim Bone Spreading dehnen wir langsam den Knochen mit speziellen Instrumenten, bis die für das Implantat ausreichende Kieferbreite erreicht ist.

Beim Bone Splitting wird der Kiefer längs gespalten, um ihn definiert verbreitern zu können. Den entstandenen Hohlraum füllen wir mit Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen.

Beide Verfahren ermöglichen es, Implantate auch nach Knochenabbau /Knochenresorption gegebenenfalls ohne Knochenentnahmen mit guten Erfolgsaussichten setzen zu können. In ausgesuchten Fällen können Implantate sofort inseriert werden.

Sinuslift

Eine Sonderform des Knochenaufbaus ist die Anhebung des Kieferhöhlenbogens, der so genannte Sinuslift (Sinusbodenaugmentation, Augmentation oder Elevation des Kieferhöhlenbodens). Bei zu geringem Knochenangebot im Oberkiefer kann die Kieferhöhle durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenersatzmaterial in die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) angehoben werden. Sinuslift ist bei geringem Knochenangebot im Oberkieferseitenzahngebiet oft die einzige Möglichkeit, ausreichendes Knochenangebot für eine Implantatbehandlung und festsitzenden Zahnersatz zu schaffen. Bei einer geplanten Sinusbodenelevation kann wenn notwendig die 3-D-Diagnostik schon vor dem Eingriff detaillierte Informationen über die genauen anatomischen Verhältnisse liefern. Es wird aufgezeigt, in welchem Ausmaß Knochen aufgebaut werden muss.

Man unterscheidet zwischen äußerem und innerem Sinuslift.
Die Kieferhöhle wird beim äußeren Sinuslift über die Mundhöhle im Bereich der Wange operativ eröffnet, um Knochen unter Sicht einbringen zu können.
Beim inneren Sinuslift wird der Implantatkanal (das Bohrloch für das Implantat) zur Platzierung des Knochenmaterials genutzt. Dieser Kanal wird vorsichtig unter Schonung der Kieferhöhlenschleimhaut (die Kieferhöhle selbst bleibt ungeöffnet) durchstoßen. Das Knochenmaterial wird dann durch diesen Kanal platziert. Das zusätzliche Knochenangebot ermöglicht, sofort längere Implantate zu setzen und nach der Einheilung mit diesen eine höhere Stabilität zu erzielen.

Wir führen Implantationen auch bei schwierigen Knochenverhältnissen durch. Mit augmentativen (knochenaufbauenden) Maßnahmen können wir nach Knochenabbau ein hochwertiges Implantatbett für den festen und sicheren Sitz der Implantate / neuen Zähne schaffen.

Äußerer Sinuslift zum Knochenaufbau
Äußerer Sinuslift zum Knochenaufbau